|
Gleichgewichtsorgan
Ohrgeräusche
Menière-Krankheit
Gleichgewichtsorgan
Ohrgeräusche
Menière-Krankheit
|
Maßgebend für die Bewertung des
GdB-Grades bei Hörstörungen ist die Herabsetzung des Sprachgehörs, deren Umfang durch
Prüfung ohne Hörhilfen zu bestimmen ist. Die Beurteilung wird auf Grundlage der
empfohlenen Tabelle D der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und
Hals-Chirurgie erstellt.Nach Durchführung eines Ton- und Sprachaudiogramms ist der
Prozentsatz des Hörverlustes aus den entsprechenden Tabellen abzuleiten.
Die Möglichkeit eines Teilausgleiches durch Hörhilfen werden in den Tabellen
mitberücksichtigt.
Falls die Hörstörung andere Erscheinungen (z.B. Ohrgeräusche,
Gleichgewichtsstörungen, Artikulationsstörungen, außer- gewöhnliche psychoreaktive
Störungen (siehe Hauptseite der Anhaltspunkte) beinhalten, so kann der GdB-Grad
entsprechend höher bewertet werden.
Tabelle A
(Word- oder pdf-Datei) |
Tabelle B
(Word- oder pdf-Datei) |
Tabelle C
(Word- oder pdf-Datei) |
Tabelle D
(Word- oder pdf-Datei) |
| zur Ermittlung des
prozentualen Hörverlustes aus den Werten der sprachaudiometrischen Untersuchung (nach
Bönninghaus u. Röser 1973 |
zur Ermittlung des
prozentualen Hörverlustes aus dem Tonaudiogramm bei unregelmäßigem Verlauf der
Tongehörskurve. Der prozentuale Hörverlust ergibt sich aus der Addition der 4
Teilkomponenten (4-Frequenz- Tabelle nach Röser 1973) |
3-Frequenztabelle nach
Rösner 1980 für die Beurteilung bei Hochton- verlusten vom Typ Lärmschwer- hörigkeit |
zur Ermittlung des
GdB-Grades aus den Schwerhörigkeitsgraden für beide Ohren |
| Gleichgewichtsorgan |
|
| ... ohne wesentliche Folgen |
0 - 10 |
... mit leichten Folgen: leichte Unsicherheit,
geringe Schwindelerscheinungen wie Schwanken, Stolpern, Ausfallschritte
bei alltäglicher Belastungen stärkere
Unsicherheit und Schwindelerscheinungen bei höheren Belastungen leichte
Abweichungen bei den Geh- und Stehversuchen erst auf höherer
Belastungsstufe |
20 |
... mit mittelgradigen Folgen stärkere
Unsicherheit, Schwindelerscheinungen mit Fallneigung bereits bei alltäglichen Be-
lastungen heftiger
Schwindel (mit vegetativen Erscheinungen, gelegentlich Übelkeit, Erbrechen) bei höheren
und
außergewöhnlichen Belastungen
deutliche Abweichungen bei den Geh- und Stehversuchen bereits auf niedriger
Belastungsstufe |
30 - 40 |
... mit schweren Folgen heftiger
Schwindel, erhebliche Unsicherheit und Schwierigkeiten bereits bei Gehen und Stehen im
Hellen und anderen alltäglichen
Belastungen, teilweise Gehhilfe erforderlich |
50 - 70 |
| ... mit schweren Folgen bei Unfähigkeit, ohne
Unterstützung zu gehen oder zu stehen |
80 |
| Ohrgeräusche
(Tinnitus) |
|
| ... ohne nennenswerte psychische
Begleiterscheinungen |
0 - 10 |
| ... mit erheblichen psychovegetativen
Begleiterscheinungen |
20 |
| ... mit wesentlicher Einschränkung der
Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z.B. ausgeprägte depressive Störungen) |
30 - 40 |
| ... mit schweren psychischen Störungen und
sozialen Anpassungsschwierigkeiten |
mind. 50 |
| Menière-Krankheit |
|
| ... ein bis zwei Anfälle im Jahr |
0 - 10 |
| ... häufigere Anfälle, je nach Schweregrad |
20 - 40 |
| ... mehrmals monatlich schwere Anfälle |
50 |
| Bleibende Hörstörungen und
Ohrgeräusche (Tinnitus) sind zusätzlich zu bewerten |
|
|